Döringstadts Ortsgeschichte

Viele Wanderer, die über das Plateau des Döringstadter Berges gehen, blicken hinab in die Senke und erblicken Döringstadt. Oft wundern sie sich über die einzigartige Lage und genießen die herrlichen Einblicke in das Maintal.

Erste urkundliche Erwähnung im Jahre 797

Manchem wird bekannt sein, dass hier wohl einer der ältesten und geschichtlich bedeutendsten Orte am Obermain ist. Zum ersten Mal wird Döringstadt als "Dorrestat" im Jahre 797 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda genannt. Die Äbtissin Emhilde von Milz schenkt ihre Besitzungen in "Dorrestat" dem Kloster Fulda. Kaiser Karl der Große bestätigt diese Schenkung am 3. Februar 800. Später gehörte es dem Marktgrafen von Schweinfurt, der in Döringstadt einen "curtis" (Wirtschaftshof) betrieb. Seine Tochter Alberata vermachte ihre Besitzungen dem 1007 gegründeten Bistum Bamberg. Der Bischof von Bamberg wandelt diesen Herrschaftshof in eine bischöfliche Vogtei um.

Mittelalterlicher Handelsort und Reichsstadt

Das Wappen von Döringstadt aus dem Jahre 1603 spricht vom "Marckt und Ambt" Döringstadt. Die einstige mittelalterliche Stadt sandte Gesandte zu den Landtagen, war befestigt, von einem Ringwall umgeben und man gelangte durch zwei Stadttore in sie hinein. Das Wappen geht auf eine Umdeutung des Namens Döringstadts als "Turkenstadt" zurück. Erster erwähnter Name war "Dorrestat" (797 n. Chr.)

Von den ersten Namesgebungen muss man ausgehen, um etwaige Rückschlüsse auf eine mögliche Erstansiedlung schließen zu können. Bei der Namensgebung Döringstadts handelt es sich um einen der so genannten "stadt/statt"-Orte. Sie zählen zu der ältesten Siedlungsschicht am Obermain. Man kann von einer fränkischen-thüringischen Ansiedlung im 6.-8. Jahrhundert ausgehen.