Geschichte und Geschichten aus Döringstadt

Als eine der ältesten Ortschaften am Obermain blickt Döringstadt auf eine bewegte Geschichte zurück. Urkundlich erstmals anno 797 erwähnt, einst eine mittelalterliche Handels- und ehemalige Reichsstadt, niedergebrannt zur Zeit des Marktgrafenkrieges und des Dreißigjährigen Krieges, entwickelte sich Döringstadt im Laufe der Jahre zu einem liebevollen Ort mit vielen Ambitionen, einem regen Vereinsleben und einer freundlichen Gastlichkeit. Viele Geschichten hält auch das Wappen parat, das nur aufgrund von einer Fehldeutung des Ortsnamens dieses Gesicht erhielt.

Döringstadt blickt auf eine ebenso bewegte Kirchenhistorie zurück. Über 400 Jahre ist Döringstadt eigenständige Pfarrei. Die Pfarrkirche Sankt Martin mitten im Herzen des alten Stadtkerns zieht Besucher aus Nah und Fern an. Und das nicht zuletzt durch den Kirchturm - einen imposanten Sandsteinbau von 1412. Er wird als einer "der schönsten Wehrtürme Frankens" bezeichnet.

Der Historische Rundgang bietet Gästen die Möglichkeit anhand von Schildtafeln an markanten historischen Punkten die Geschichte Döringstadts in einem Spaziergang selbst zu erkunden. Dort wird man dann auch an die Geburtsstätten zweier "großer Söhne" Döringstadts geleitet: Pater Rudolf Lunkenbein und Bischof Dr. Adam Senger.

Auch heute noch sind Döringstadter in der weiten Welt als Missionare unterwegs: Pater Athanasius in Tansania und Schwester Aloysia in Südafrika. Bei ihren Heimaturlauben 2009 berichteten sie von ihrem Engagement und ihren tagtäglichen Problemen. Aber auch über Chancen, Möglichkeiten und die Besserung, die durch ihren Einsatz entstehen.